Rinzai-Zen-Sesshin

Biotop-Sesshin in der Butsu-Fusei-AnSeit Gründung unserer Rinzai-Zen-Gemeinschaft ist es wichtigstes Anliegen, regelmäßig Sesshin (mehrtägige Zazen-Übungen) durchzuführen.

Mit Eröffnung der Hauptsitzhalle KIN-MŌ-ZENDŌ >Höhle der Urkraft< am 25.11.1978 (den Namen hatte Yūhō Sōshun Seki Rōshi während einer Feier in Japan gegeben), setzte eine Periode der Einladung an Zen-Meister ein, um echte Unterweisung zu erhalten. Außer Seki Yūhō Rōshi und seinen Mönchen kommen Meister aus Japan, Korea und Amerika.

Aus diesen Erfahrungen kristallisiert sich der Entschluss, allein den von Seki Yūhō Rōshi gewiesenen Weg zu gehen. Kurz vor seinem Tod weist er seinen Schüler Sōtetsu Yūzen an, dem er den Dharma übertragen hatte, in seiner Nachfolge Rinzai-Zen weiterzuführen.Tōkaku Chizō Sensei

So geschieht es noch immer. In ununterbrochener Folge bieten wir seit 44 Jahren öffentliche Sesshin an. Es werden jedes Jahr drei einwöchige Sesshin und sechs Wochenend-Sesshin geübt.

Je nach Entwicklung und Fähigkeit im Zazen gibt es für jeden Zen-Interessenten entsprechende Übungsmöglichkeiten. Einge­laden sind alle, die sich klar entschlossen haben den Zen-Weg, den Buddha-Weg zu gehen.

SESSHIN, welche für Anfänger geeignet sind:
BIOTOP-SESSHIN in der Yubimen-Butsu-An:
17. - 19. April 2015 / 23. - 25. Oktober 2015
(in Zusammenarbeit mit "Naturplus Panten e.V." www.naturplus-panten.de )

SESSHIN, welche für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet sind:
WOCHENEND-ZAZEN in der Eiwa-Zendō:
19. -21. Juni 2015 / 28. -30. August 2015 / 25. - 27. September 2015

SESSHIN, welche nur für Fortgeschrittene geeignet sind:
DAI-SESSHIN in der Kin-Mō-Zendō: 25. - 29. März 2015
KANABŌ-SESSHIN in der Eiwa-Zendō: 19. - 25. Juli 2015
RŌHATSU-SESSHIN in der Takuju-Dō: 2. - 8. Dezember 2015

Schriftlicher Anmeldeschluss für Sesshin (mehrtägiges Zazen) ist jeweils zwei Wochen vor Beginn der Veranstaltung. Anfangszeiten, Umlagekosten und weitere Informationen bitte erfragen.

 

Suvannadharma (Dr. Marianne Wachs) über unser Kanabō-Sesshin 2014 in der Eiwa -Zendō:

Freitag, 18. Juli:
Am Morgen Erwachen in einer Stille, in der nur eine Vogelstimme ertönte: Klang und Schweigen vereint. Das Programm lief jetzt reibungslos ab, und das bedeutete ein unangestrengtes, aber exaktes Befolgen der rituellen Handlungen, die jedoch nicht Selbstzweck sind, sondern ein Teil einer Methode zur Aufrechterhaltung der Achtsamkeit. Besonders deutlich wird dies bei den Essenszeremonien: die Notwendigkeit der exakten Befolgung der einzelnen Schritte in dem vorgegebenen Tempo und Rhythmus führt dazu, dass beim eigentlichen Essen nicht so etwas wie "Genuss", also ein Festhalten an den vom Geschmack vermittelten Sinneseindrücken aufkommen kann, sondern der Körper gut und gesund ernährt wird und nichts anderes. Gedanken haben dabei keinen Platz. Bei Samu (Arbeit) geschieht es in ähnlicher Weise: die vorgegebene Tätigkeit wird nicht hastig, aber ohne zu bummeln mit der nötigen Genauigkeit ausgeführt, und auch so wird Achtsamkeit und zugleich die Konzentration aufrechterhalten.

Das wurde auch am Abend bei dem geselligen Beisammensein um das Feuer herum von polnischen und deutschen BuddhistInnen, von denen die meisten am Sesshin teilgenommen hatten, klar. Das Essen, die Gespräche, das Spiel der Gitarre und der Gesang liefen in einer unaufgeregten Atmosphäre ab, bei der nur nette Worte gesprochen wurden, bei der es auch ein angenehmes Schweigen gab und ein Gefühl der Gemeinschaft in voller Harmonie über allem lag.

Samstag, 19.Juli 2014
Früh gab es in der Zendō die Abschiedszeremonie mit dem letzten Teishō von Chizō Sensei, in dem er davor warnte, die beim Sesshin gesammelte Energie sofort im Alltag wieder an die Sinneseindrücke zu verschwenden. Er verwendete erneut das Bild von der Lotosblüte, die über den Sumpf der menschlichen Begierden hinauswächst und dann in ihrer Schönheit unangreifbar wird. Wie immer sprach er in einer Weise, welche direkt auf das Herz der TeilnehmerInnen zielte, welche jeden und jede ansprach und für alle Schätze bereithielt, die gehoben werden müssen. Seine Worte sanken in den Geist wie die guten Samen, aus denen sich schließlich die Lotosblüten entwickeln können.

Und nach einem kurzen Imbiss ging es zurück nach Berlin, voller Dankbarkeit, voller guter Eindrücke und guter Energie. Alle waren der Meinung, dass dieses Seshin ein wunderbares, sehr dem geistigen Fortschritt dienendes Sesshin gewesen war, gerade weil alle, die daran teilgenommen hatten, schon auf dem buddhistischen Weg fortgeschritten waren und sich deswegen eine sehr positive Konzentration und Achtsamkeit bei allen entwickeln konnte. Natürlich machte ich, da dies erst mein zweites Rinzai-Sesshin war, noch Fehler bei den rituellen Handlungen, doch nicht mehr so viele wie beim ersten Mal.

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