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        Sommer-Haiku
        von Sōtetsu Yūzen

 

Lächelnde Blumen
lasen in keinem Sutra -
Sonnenerleuchtung.

Blaue Schwertlilien
spiegeln sich und die Stille -
regungslos der Teich.

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 Es fast berührend
verharrt eine Libelle -
Wasser ungestört. 

Stimmen des Wassers
und des Windes im Röhricht -
beziehen mich ein.
               

 


Nächste Veranstaltungen

30. Juli - 5. August
KANABŌ-SESSHIN
unter der Leitung von Tōkaku Chizō Sensei
in der EIWA-ZENDŌ
Beginn: 19.00 Uhr - Ende: 7.00 Uhr 

17. - 20. August
WOCHENEND-ÜBUNG
der Sui-Boku-Dō-Gruppe
in der EIWA-ZENDŌ
Beginn: 9.00 Uhr - Ende: 7.00 Uhr

15. - 17. September
WOCHENEND-ZAZEN
unter der Leitung von Tōkaku Chizō Sensei
in der EIWA-ZENDŌ
Beginn: 19.00 Uhr - Ende: 13.00 Uhr


  Über uns - Der Tenshin

TenshinDer Tenshin ist das offizielle Mitteilungsblatt der Ersten Berliner Zen-Gemeinschaft e.V. Die Zeitschrift erscheint vierteljährlich mit Beiträgen aus allen Zweigsitzhallen, Sesshinberichten, Vorträgen und Informationen aus dem buddhistischen Leben der Gemeinschaft und kostet 5,-Euro pro Ausgabe bzw. 20,-Euro im Jahresabbonnement.
Hier erfahren Sie aus erster Hand, wer wir sind und wie wir leben.
Versandkostenfrei zu bestellen unter:  verlag@zen-gemeinschaft-berlin.de 

Ritus - Ritual - Zeremonie. Teekeramik aus Japan und Berlin.

Eine Ausstellung im Keramik-Museum Berlin

 

Liebe Zen-Freunde,

kürzlich erhielt ich eine Einladung zur Ausstellungseröffnung am Abend des 4. Februar. Es war Peter Pütz, ein Berliner Shakuhachi-Spieler, der mich eingeladen hatte.

Als ich in der Schustehrus-Straße 13 ankam, erstaunte mich schon die Menschenmenge, die vor dem Museum auf Einlass wartete. Noch mehr staunte ich über das Museum selbst: es ist das älteste Haus Charlottenburgs, ein unter Denkmalschutz stehender, liebevoll restaurierter Vierseitenhof aus dem Jahre 1712.  Ein gemeinnütziger, eingetragener Verein führt dieses kleine und sehr schöne Anwesen im Herzen Berlins und organisiert Ausstellungen.

Zum Glück war ich rechtzeitig angekommen und gehörte zu den Glücklichen, die im Ausstellungsraum Einlass und sogar einen Sitzplatz fanden. Es war rappelvoll, wie zur Rushhour in der Tokioter U-Bahn und noch einmal soviel Menschen warteten geduldig und frierend draußen auf dem Hof.

Zu Beginn spielte Peter Pütz spielte zwei Stücke auf seiner Shakuhachi, im Anschluss daran folgten Reden zur Ausstellungseröffnung, vom Vorsitzenden des Keramikvereins und vom Gesandten der Japanischen Botschaft. Nach einer Stunde endlich durften die Vitrinen mit den Ausstellungsstücken besichtigt werden, was nur möglich wurde, in dem jeder seinen Klappstuhl raus auf den Hof brachte. Nun strömten auch die noch draußen wartenden Gäste in den Ausstellungsraum.

Gezeigt wurden kostbare Teekeramiken von Berliner Sammlern, die anonym bleiben wollten. Es ist eine einzigartige Ausstellung, die ich in so hoher Qualität nicht erwartet hatte. Nicht nur, dass es japanische Stücke von der Kamakura-Zeit durch alle Epochen hinweg bis zur Moderne zu sehen gab, auch Vorläufer zu diesen, also koreanische und chinesische (sogar aus der Tang und Sung-Zeit), vietnamesische und thailändische Schalen, Vasen, Teller und Gefäße.

Ganz besonders erfreut haben mich die Ausstellungsstücke von drei Berliner Töpfern, die selbst seit vielen Jahren die Teezeremonie praktizieren.

An der Stirnseite des Ausstellungsraumes war auch eine sogenannte „Teebühne“ aufgebaut, die Wände des so entstandenen kleinen Teeraumes waren eigens mit Lehmputz verschönt worden. Dort wurde nun Matcha zum Probieren angeboten, für viele Gäste war es das erste Mal und entsprechend ungewohnt.

Die Ausstellung im Keramikmuseum Berlin ist noch bis 7. August 2017 geöffnet. Es werden Teevorführungen, Workshops und Vorträge von Mitgliedern des Chado Urasenke Teeweg-Verein Berlin e.V. und der Teeschule Ueda Soko Ryu e.V.angeboten.

Mit Gassho

Sakura-She Yuan

Neu-Erscheinungen im Mumon-Kai-Verlag

einander begleitenEinander begleiten
Zen - Haiku - Tuschen

357 Seiten, mit über 800 Haiku und 100 Sumi-E Tuschen, 1. Auflage 2017, 28,00 € (gebunden)

versandkostenfrei bestellen

Alles begleitet
einander absichtslos
ein ganzes Leben.

ZEN ist wie ein Blitz. Alles erhellend zeigt er:
Dinge und Geschehnisse dieser Welt, von unserem Standpunkt, dem abgrenzenden Ich, aus betrachtet, sind nicht in der Seins-Wirklichkeit. Auch wir Menschen nicht. Denken trennt uns von dem Augenblick spontanen, wirklichen Erfahrens.
Der Autor, ein ZEN-Meister, ruft uns zu:
"Rettet euch mit ganzer Kraft! Werft ab, was daran hindert, ihr selbst zu sein."
Seine hier vorgelegten HAIKU sind kleine Türen in der Wand des Denkens, die er öffnet – mehr nicht.
Tritt hindurch! Entdecke! Geh’ weiter!
Gefährten des ZEN-Weges haben TUSCHEN dazugelegt – so lassen sie die Wirklichkeit sich spiegeln.

EINANDER BEGLEITEND kann es gelingen, wirklicher, freier und mit mehr Freude zu leben.

 

nichts bleibt verborgenNichts bleibt verborgen... Haiku und Tuschen - Spuren des Zen

Mumon-Kai-Verlag 2015, 303 Seiten mit über 500 Haiku und 130 Sumi-E Tuschen sowie vielen Hintergrundinformationen, 1. Auflage 2015, 25,00 € (gebunden mit Lesebändchen)

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Plötzlich ereignet es sich ‒ ein Erlebnis von Zeitlosigkeit inmitten des zeitgeprägten Tagesablaufes, von Formlosigkeit in der endlosen Formenvielfalt, von Freiheit in der Enge einer Pflichtenwelt.
Unerwartet werden wir zum Teilnehmer eines unpersönlichen Geschehens ‒ das uns bewegt.
Wenige Worte reichen, um ihm Ausdruck zu geben. Ein Haiku ist entstanden ‒ ein Kurzgedicht ‒ eine winzige Spur, die zum Begreifen führen kann, dass alles, uns eingeschlossen, zu einem großen Ganzen 
ohne Anfang und Ende gehört.
Haiku sind wie kleine Gucklöcher in der Wand, die wir durch Denken vor
dieses Ganze, vor die Wirklichkeit, gestellt haben.

Auch der Tuschemaler guckt hindurch, beobachtet Tiere, Pflanzen, Dinge alltäglichster Art mit Herzensauge und tuscht, wenige Pinselstriche verwendend, nur das Typische.
Wir erkennen ‒ werden aber nicht festgelegt.

Haiku und Tuschen ‒ hör und schau ‒
lass uns einfach die Freude am Leben und an der Natur miteinander teilen.

Rinzai Roku mittel kRinzai Roku

Mumon-Kai-Verlag 2015, 174 Seiten, 9 Abbildungen, überarbeitete 2. Auflage 2014, gebunden mit Lesebändchen, Preis: 25 

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Mit dieser Neuauflage liegt nun endlich wieder die Sammlung Rinzai Roku auf Deutsch vor - die vollständige überlieferte Lehre des Gründers der nach ihm benannten Richtung des Zen.
Dank der lebendigen Übersetzung Sōtetsu Yūzen Rōshis entsteht der Eindruck, als säßen wir mitten unter den Mönchen in der Zendō, während wir den kraftvollen und oft drastischen Ausführungen Rinzais zuhören.

Diesem Buch gelingt es Seite für Seite, den Leser aus seinen liebgewonnenen Konzepten zu katapultieren, um ihn von der Freiheit des Zen kosten zu lassen.

Mit umfangreichem Glossar und hilfreichen Anmerkungen des Übersetzers.

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